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Berufsschule und Arbeitszeit

Auszubildende, die zum Beginn der Ausbildung das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, sind für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen. Auszubildende, die zum Beginn der Ausbildung über 21 Jahre sind, unterliegen nicht mehr der Berufsschulpflicht, können aber freiwillig am Berufsschulunterricht teilnehmen.

 

Anrechnung der Berufsschulzeiten für Jugendliche (unter 18 Jahre).

Für Auszubildende, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, gelten bezüglich der Anrechnung des Berufsschulunterrichts auf die Arbeitszeit die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes (JArbSchG).

Nach § 9 Abs. 1 Nr. 2 JArbSchG dürfen Jugendliche an einem Berufsschultag mit mehr als 5 Unterrichtsstunden von je mindestens 45 Minuten Dauer nach dem Berufsschulunterricht nicht mehr arbeiten. Die Regelung gilt aber nur für einen Berufsschultag in der Woche. Dieser Arbeitstag wird dann mit 8 Stunden auf die gesetzliche Höchstarbeitszeit von vierzig Stunden pro Woche angerechnet, auch wenn die tarifliche oder betriebliche Wochenarbeitszeit kürzer ist.

An dem zweiten Berufsschultag in der Woche kann der jugendliche Auszubildende wieder arbeiten, sofern die zulässige tägliche Arbeitszeit von 8 bzw. 8,5 Stunden noch nicht ausgeschöpft ist. Die Unterrichtszeiten einschließlich der Pausen und der Wegezeit von der Berufsschule zur Arbeitsstätte werden an diesem Tag auf die Arbeitszeit angerechnet.

 

Beispiel: Auszubildende unter 18 Jahre (Grundlage: 8 Stunden tägliche Arbeitszeit)Berufsschultag mit mehr als 5 Schulstunden gilt als 8 Stunden Arbeitszeit. Einmal in der Woche besteht ein Beschäftigungsverbot für Jugendliche unter 18 Jahren bei mehr als 5 Schulstunden. Bei einem zweiten Berufsschultag werden von den 8 Stunden täglicher Arbeitszeit die Schulstunden plus die Pausen abgezogen:

A (17 Jahre) hat dienstags 6 Stunden und donnerstags 5 Stunden Unterricht. Dienstags hat A damit 8 Stunden gearbeitet. Donnerstags hat A 5 x 45 min Unterricht = 3 h 45 min. Dazu kommen die Pausenzeiten zwischen den Unterrichtsstunden, im Beispiel 40 Minuten, also = 4 h 25 min gearbeitet. A hat dann am Donnerstag noch 8 Stunden minus 4 h 25 min, also 3 h 35 min in der Apotheke zu arbeiten.

Anrechnung der Berufsschulzeiten für Auszubildende über 18 Jahre

Auszubildende, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, können an beiden Berufsschultagen beschäftigt werden. Die Anrechnung der Berufsschulzeiten richtet sich dabei nach dem Arbeitszeitgesetz. Die werktägliche Arbeitszeit darf grundsätzlich 8 Stunden nicht überschreiten. Sie kann auf bis zu 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden.

Nach einem Beschluss des Bundesarbeitsgerichtes (5 AZR 413/99 vom 26. März 2001) müssen Berufsschultage auf die Arbeitszeit mit den Unterrichtszeiten einschließlich der Pausen und der Wegezeit von der Berufsschule zur Arbeitsstätte angerechnet werden.

Wenn wegen der langen Wegezeiten eine Beschäftigung nach der Berufsschule zwar noch möglich aber nicht sinnvoll ist, können die Stunden an anderen Tagen nachgeholt werden. Dabei sind allerdings die oben genannten Grenzen zu beachten.

 

Beispiel Auszubildende über 18 Jahre (Grundlage: 8 Stunden tägliche Arbeitszeit)

A (18 Jahre) hat dienstags 6 und donnerstags 5 Stunden Unterricht. Dienstags hat A 6 x 45 min Unterricht = 4 h 30 min plus 40 min Pause = 5 h 10 min. Donnerstags hat A 5 x 45 min Unterricht = 3 h 45 min plus 40 Minuten Pause = 4 h 25 min. A hat also am Dienstag 2 h 50 min und Donnerstag noch 3 h 35 min in der Apotheke zu arbeiten.


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