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Leonardo da Vinci-Projekt

Auslandspraktikum in Edinburgh

Die beiden angehenden Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste Anna-Lena Sprenger und Stephanie Semm begannen am 11. Oktober ihr Praktikum in der National Library of Scotland (NLS) in Edinburgh.

Nach einer ersten Erkundungstour durch Edinburgh und einer  freundlichen Begrüßung durch den Abteilungsleiter Graeme Forbes halfen Anna-Lena und Stephanie gleich am ersten Tag bei der Umsignierung von Theaterprogrammen für das Archiv der Bibliothek.

Ein ausführlicher Bericht zum Praktikum folgt in Kürze.

 

Anna-Lena und Stephanie bei der Arbeit
Die Auszubildenden und das Ungeheuer von Loch Ness

Auslandspraktikum in der National Library of Scotland

Durch die organisatorische und finanzielle Unterstützung der GEB (Geschäftsstelle für EU-Projekte und berufliche Qualifizierung der Bezirksregierung Düsseldorf) hatten wir, Nicole Abels und Sara Ferreira Pinto, die Möglichkeit, 4 Wochen an einem Auslandspraktikum teilzunehmen.

Als wir von der Schule mitgeteilt bekamen, dass die Möglichkeit bestände, an einem Auslandpraktikum teilzunehmen, ergriffen wir die Chance direkt und sprachen mit unserem Arbeitgeber. Dieser war wie wir begeistert und stimmte dem Ganzen zu. Jedoch war dies nur möglich, da unsere Leistungen in der Schule sowie im Betrieb überdurchschnittlich waren.

Nicole Abels und Sara Ferreira Pinto

Unsere Ausbilderin, Frau Hebben, tat für uns den ersten Schritt und stellte den ersten Kontakt zur Nationalbibliothek von Schottland (National Library of Scotland) in Edinburgh her. Nachdem wir die richtige Abteilung für ein Praktikum gefunden hatten, war uns der Praktikumsplatz sichergestellt. Jedoch hatten wir noch eine Menge organisatorischer Arbeit vor uns.

Als erstes mussten wir eine Unterkunft finden. Dazu recherchierten wir im Internet und nahmen verschiedene Reiseführer zur Hilfe. Nach langer Suche fanden wir ein Appartement, welches unserem Budget (Schottland ist nicht gerade preisgünstig) entsprach. Daraufhin suchten und buchten wir einen Flug nach Edinburgh im Internet.

Zur Vorbereitung gehörte auch ein Englisch-Crashkurs mit Herrn Rasche (Europalehrer). Zusätzlich informierten wir uns zu Hause über Land, Kultur und die Menschen in Schottland.

Da das Auslandspraktikum direkt nach den Sommerferien 2009 stattfand, wurden wir in diesen 4 Wochen von der Berufsschule freigestellt.

Am 22. August 2009 war es endlich soweit, und wir konnten die Reise beginnen.

Die National Library of Scotland (NLS) ist die größte Bibliothek Schottlands und eine der drei Nationalbibliotheken Großbritanniens. Die NLS hat das Pflichtexemplarrecht (legal deposit library) und hat deshalb das Privileg, ein Exemplar aller Publikationen Schottlands zu bekommen. Insbesondere werden Titel erworben, die die Geschichte und die Kultur des Landes zum Inhalt haben, außerdem Werke schottischer Schriftsteller, in welcher Sprache oder in welchem Land sie auch immer publiziert wurden. Darüber hinaus erstellt die NLS die schottische Nationalbibliographie.

Die Nationalbibliothek hat zurzeit einen Bestand von ca. 14 Mio. Medien.

Bücherregal
Bücherregal mit gefüllten Kartons

Als wir am Flughafen in Edinburgh ankamen, holte uns unser Praktikumsleiter, Mr. Forbes, ab und brachte uns zu unserem Appartement. Am ersten Arbeitstag begrüßte uns Mr. Forbes sehr nett und stellte uns den Kollegen vor.

Während der 4 Wochen war unser Hauptarbeitsplatz in der Katalogisierungsabteilung. Wir bekamen die Aufgabe, Flyer, Prospekte und Broschüren schottischer Galerien zu katalogisieren und eine Signatur zu vergeben. Einmal in der Woche durften wir auch Paperbacks (Bücher) katalogisieren. Obwohl die NLS sehr groß ist, lernten wir während des Praktikums viele Abteilungen kennen. Jeden Tag wurden uns 1 bis 3 Abteilungen vorgestellt. Es war sehr interessant, die Arbeit in einer so großen Bibliothek zu sehen, da sie ganz anders war als eine deutsche Stadtbibliothek, wie z. B. Neuss.

Managermeeting mit Mr. Forbes und einer Kollegin

 

 

Nicole beim Katalogisieren
Sara beim Katalogisieren

 

Die Zeit in Edinburgh war sehr interessant und eine tolle, neue Erfahrung. Wir haben festgestellt, dass die Schotten sehr freundliche und nette Menschen sind. Die Arbeit hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir hatten so die Möglichkeit, die Aufgaben in der Katalogisierung kennen zu lernen, was wir in Deutschland während unserer Ausbildung nicht hätten lernen können. Wir würden immer wieder eine solche Chance ergreifen, um neue Erfahrungen zu sammeln. Außerdem prägte dies auch unsere eigene Persönlichkeit, und die englische Sprache beherrschen wir jetzt noch besser als vorher.

Natürlich nutzten wir unsere Freizeit, um Edinburgh und seine Umgebung zu erkunden, um Menschen und Gebräuche kennen zu lernen.

Arbeits- bzw. Studienraum
Lesesaal mit Buchstützen für alte bzw. große Bücher und Zeitungen
PC's und Internetplätze
Eines der besonderen Sammelgebiete sind Karten. Das sind viele in einem Buch zusammengebundene Karten.

 

Unser Dank richtet sich an alle, die uns dieses einmalige Erlebnis ermöglicht haben.

Nicole Abels und Sara Ferreira Pinto

EU-Bildungsprogramme für den Austausch in der beruflichen Bildung

Auszubildende in NRW haben die Möglichkeit, mit organisatorischer und finanzieller Unterstützung der GEB (Geschäftsstelle für EU-Projekte und berufliche Qualifizierung der Bezirksregierung Düsseldorf) oder einiger anderer Organisationen Praktika im Ausland zu machen

Folgende Informationen sind dabei für unseren Bildungsgang wichtig:

  1. für mehr als drei Auszubildende können Fördermittel bis jeweils Ende Januar der nächsten Jahre (2008 bis 2013) über die GEB beantragt werden. Die Teilnahme am Projekt sollte dann innerhalb von 2 Jahren nach Antragstellung realisiert werden.
  2. für weniger als drei Auszubildende können Einzelanträge zu jeder Zeit, also ohne Frist, an die GEB gestellt werden.
  3. Die Auslandspraktika müssen mindestens 3 Wochen dauern, um förderungswürdig zu sein.
  4. Um ein Projekt beantragen zu können, muss mindestens ein Partner im Ausland (Betrieb, Schule usw)., der unsere Auszubildenden aufnimmt, benannt werden.
  5. Bei der Antragstellung sind die Mitarbeiter der GEB gern behilflich.
  6. Bei der Suche nach Betrieben und Einrichtungen im Ausland sollten die Auszubildenden selbst aktiv werden. Folgende Tipps können Denkanstöße für die Suche sein: z.B.
    1. Berufsverbände und Kammern ansprechen oder
    2. Betriebe in der Partnerstadt des Ausbildungsbetriebs, des Wohnorts oder der Schule kontaktieren. Kontakte zu den Partnerstädten lassen sich oft gut über die hiesigen Stadtverwaltungen herstellen.
    3. Für Frankreich gibt es die Möglichkeit, zunächst einen Partner über die GEB zu finden (besonders Lycees Professionelles; viele Ausbildungen finden in Frankreich in Vollzeitbildungsgängen statt), und zwar im Raum Aix-en-Provence/Marseille. Die GEB hat dorthin gute Kontakte.
  7. Die Höhe der Förderung hängt vom Land ab, in dem das Praktikum stattfindet. Eine Liste mit den Fördersätzen für die einzelnen EU-Länder kann man von der GEB bekommen..

Eine Finanzierung von Auslandspraktika in Frankreich bietet sich auch über das Deutsch-Französische Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung an:

DFS/SFA - Deutsch-Französisches Sekretariat für den Austausch in der beruflichen Bildung
Am Ludwigsplatz 6-7
D-66117 Saarbrücken
Tel: +49(0) 681/501 11 80
Fax: +49 (0) 681/501 12 13
MAIL ans DFS/SFA


Auf der Homepage findet man Beispiele für den Austausch in der beruflichen Bildung sowie Infos über

  • Praktikumssuche
  • Sprachkenntnisse
  • Bewerbung, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch
  • Unterkunft
  • Anreise
  • Landesinformationen
  • Literaturhinweise
  • inWent Informationen

Die Vermittlung von jungen Leuten, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben und a) entweder sowieso ein paar Monate Auslandsluft schnuppern wollen sowie b) die hier noch keinen Job gefunden haben und ihre Chancen auf einen Arbeitsplatz durch einen Auslandsaufenthalt  verbessern wollen, ist Sache der Bundesagentur für Arbeit. Sie bezuschusst Arbeitslose z.B. durch Übernahme der Fahrtkosten zur neuen Arbeitsstelle ins Ausland u.ä. Genaue Informationen erteilen a) die Arbeitsagenturen und b) EURES (europäische Arbeitsvermittlung, Homepage im Internet, EURES-Beratungsstellen bei vielen Zweigstellen der Arbeitsagenturen.


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